Auschwitzen für Deutschland (AfD)

Text für Suchmaschinen

Die, die nicht in der Lage sind, das Wichtigste zu leben, was wir zu leisten haben, nämlich die Einheit, dass die allmählich auch mal ausgeschwitzt werden.
[Björn Höcke, AfD]

Verdammt nochmal, wieder die halbe Innenstadt blockiert. Können Sie mir bitte sagen, was da vorne los ist? Wogegen demonstrieren die? Ich verstehe, Corona-Beschränkungen. Ist auch was Lästiges. Wollte letzte Woche ein Halstuch kaufen. Nicht mal das geht mehr. Alle Läden dicht. Deshalb stehen wir vor schweren Zeiten. Sieht düster aus. Ich sage Ihnen, wie es ist. Es ist wie Krebs. Daran stirbt man nicht. Man stirbt an den Folgen. Mit Corona ist das auch so. Daran sterben Sie höchstwahrscheinlich nicht. Aber nächstes Jahr vielleicht ohne Arbeit.

Also weniger einkaufen, weil Läden dicht. Wirtschaftskrise, Rezession und dann Depression. Das macht Angst und wütend. Und wer ist daran schuld? Einer muss doch schuld sein. Der Virus? Nein, dem kann man die Schuld nicht geben. Weil Schuldige müssen eine Fresse haben, zum Reinhauen. Und das geht beim Virus nicht, weil zu klein. Da hauen wir glatt daneben. Das macht uns noch wütender. Also muss ein anderer Schuldiger her. Einer mit Fresse zum Reinhauen. Den findet man immer. Die Chinesen vielleicht? Klappt nicht, weil die zu weit weg sind, und würden sich wehren. Bill Gates von Microsoft? Der soll nämlich mit dem Virus unter einer Decke stecken. An den kommt man aber auch nicht ran. Wer dann?

Machen Sie sich darüber keine so großen Gedanken. Das macht schon die Alternative für Deutschland. Die finden einen Schuldigen. Das garantiere ich Ihnen. Gewissenhafte Leute, das muss man denen schon lassen. Die lernen aus der Geschichte, weil daraus soll man ja lernen. Darüber kann es keine zwei Meinungen geben. Schauen Sie sich doch die Zwanziger Jahre im vorigen Jahrhundert an. Noch nicht mal 100 Jahre her. Schöne Zeiten damals, zumindest bis 1929. Und dann auf einmal große Krise, von heute auf morgen. Kann uns demnächst auch blühen. Dieses Mal wegen Corona. Das kann schnell passieren.

Damals 1929 war noch kein Corona. Und doch ist die Stimmung gekippt. Eindeutige Ursache, meinten Experten. Unsinn, ganz andere Ursache, meinten die anderen Experten. Das hat die Menschen damals sehr verwirrt. Die Politiker auch. Aber das währte Gott sei Dank nicht lange. Denn die Experten kamen nach heftigem Disput doch schnell zu einer einhelligen Meinung. Und haben den Schuldigen für die Krise dingfest gemacht, den Golddevisenstandard.

Nun konnten die Politiker endlich den Schuldigen für die Not präsentieren. Die wurde dadurch aber nicht geringer. Sie hat sogar noch zugenommen. Die Verzweiflung der Menschen auch. Das machte den Chef der damaligen Alternative für Deutschland sehr nachdenklich. Und er spürte instinktiv, an der Sache mit dem Golddevisenstandard kann etwas nicht stimmen. Aber was?

Und so saß er eines morgens, versunken in Gedanken. Mit Blick auf die andere Straßenseite. Dort, wo der Rosenzweig seinen Schmuckladen betreibt. Der mit den verschlagenen Augen. Nutzt deutsche Pärchen aus, die heiraten wollen, um Kinder zu kriegen. Mit maßlos überzogenen Preisen für die Eheringe. Ein Halsabschneider, der Rosenzweig. Da fiel es dem damaligen Chef wie Schuppen von den Augen. Dem Golddevisenstandard kann man keine in die Fresse hauen. Nicht mal stolperfrei aussprechen. Aber dem Rosenzweig, dem kann man eine reinhauen. Und das wusste er eigentlich schon immer.

Was meint der da im Radio? Moment, ich muss etwas lauter stellen. Was kann heute nicht mehr passieren? Weil stabile Demokratie. Worüber redet der? Entschuldigen Sie mich kurz. Ich glaube, das passt gerade zu unserem Thema. Ich bin gleich wieder bei Ihnen.

So, da bin ich wieder. Wie vermutet, politischer Experte. Der kann unsere Sorgen nicht teilen. Für ihn nicht vorstellbar, dass sich die Katastrophe nach 1929 so wiederholt. Und ehrlich gesagt, seine Argumente sind überzeugend: Stabile Demokratie, im Großen und Ganzen funktionierender Rechtsstaat, Zivilgesellschaft und Marktwirtschaft. Hand aufs Herz, könnten Sie dem jetzt auf die Schnelle widersprechen? Das können Sie nicht. Denn der hat Recht, im Großen und Ganzen.

Aber irgendwie bleibt mir ein Störgefühl, weil das Problem selten im Großen und Ganzen liegt. Dort versteckt sich der Teufel bekanntlich nicht. Das tut er lieber im Detail. Gut getarnt, damit ihn keiner entdeckt. Und von dort aus treibt er sein diabolisches Spiel, und uns geradewegs in die nächste Katastrophe. Insofern scheint mir die Frage eben im Radio nicht die richtige. Es ist doch nicht wichtig, ob sich die Katastrophe nach 1929 genau so wiederholen wird. Entscheidend ist mehr die Frage, ob sich die Katastrophe in einem Ausmaß wie damals wiederholen könnte. Meinen Sie nicht auch? Aber wir sind ja keine Experten.

Also langsam werde ich ungeduldig. Wie kann es sein, dass ein paar Wirrköpfe die ganze Innenstadt lahmlegen. Nichts mehr kommt durch. Da sieht man mal wieder, wie fragil alles geworden ist. Kleine Ursache, große Wirkung. Ein Wirrkopf, kein neues Halstuch für mich, und schon gibt es Wirtschaftskrise. Also lassen Sie uns die Zeit wenigstens noch etwas sinnvoll nutzen, und zurückkommen auf unser Thema. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, Alternative für Deutschland und die Frage, ob sich das von damals wiederholen kann.

Vielleicht schauen wir dazu mal nach in der Philosophie, beim großen Bertrand Russell. Der hat mal gesagt, dass es eigentlich nur zwei Dinge sind, mit denen andere Menschen uns Leiden zufügen: Dummheit und Bosheit. Sie wissen schon, Gier, Hass, Neid und all die schrecklichen Dinge. Alles Ausgeburten dieser beiden Urkräfte menschlicher Natur. Und da drückt mich jetzt eine Frage auf der Seele. Glauben Sie, dass wir heute weniger dumm und boshaft sind als damals? Ich meine damit nicht Sie persönlich. Ich meine uns alle, also Ihren Nachbarn, die Leute vom Fernsehen, Politiker, Sie und mich natürlich auch. Das wissen Sie nicht? Ich auch nicht. Das kann keiner wissen.

Aber lassen Sie uns die Gedanken mal mit einer Hypothese weiterspinnen. Dass wir nämlich um nichts besser sind als die Menschen damals. Dann können wir also nicht wirklich ausschließen, dass sich die Dinge heute so ähnlich entwickeln könnten wie damals. Also lassen Sie uns etwas tiefer schürfen. Und schauen mal bei Google nach, wie die damalige Alternative für Deutschland bei den Wahlen abgeschnitten hat. Was muss ich da eingeben? Ach ja, Sie haben Recht, so kann Google das nicht finden. Wir müssen Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei eingeben. So haben die damals geheißen.

Also was kommt raus bei den Reichstagswahlen 1928, kurz vor der großen Wirtschaftskrise. Noch nicht mal 3%? Das war ja nicht so berauschend. Für den Bundestag hätte das nicht gereicht. Mit 3% geht das nämlich nicht. Und trotzdem haben die es damals geschafft. Zwar nicht für tausend Jahre, aber für Vogelschiss schon. Jetzt regen Sie sich doch nicht so auf. Das hat der Chef von denen kürzlich genauso gesagt. Ganz ehrlich. Millionen Ermordete ein Vogelschiss. Das hat der gesagt, vor laufender Kamera. Und die von der Alternative für Deutschland haben begeistert geklatscht.

Aber nochmal, das hätte nicht gereicht für den Bundestag. Also müssen wir weiter bohren, nochmal Google. Aha, jetzt kommen wir der Sache schon näher, weil 1930 schon über 18%. Also kurz nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Und im März 1933 sogar knapp 44%. Da sieht man mal, wie schnell das gehen kann. Aber warum nur?

Am Rosenzweig kann es nicht gelegen haben. Der hat die Preise für seine Eheringe nicht erhöht. Eher im Gegenteil. Und den sperrigen Parteinamen haben die zu meiner Verwunderung auch nicht geändert. Bis dahin nicht mal Führungspersonal ausgetauscht. Und doch etwa 15mal mehr Stimmen in kürzester Zeit. Das muss wohl doch an der Wirtschaftskrise gelegen haben. Keine Arbeit mehr. Kaum noch was zu essen. Von einem Tag auf den anderen. Das hat Angst gemacht. Und wütend. Auch auf den Rosenzweig. Der hatte seinen Laden noch. Und reichlich zu essen. Denn aufs Heiraten und Kinderkriegen wollten die deutschen Pärchen nicht verzichten. Auf Eheringe auch nicht, Krise hin oder.

Und was meinte der Experte vom Radio gerade eben? Kann sich so nicht wiederholen? Also mich beruhigt das nicht. Weil viele Experten zeichnen doch ein düsteres Bild von der Zukunft. Dazu brauchen wir keinen Experten. Das kann ich Ihnen auch sagen. Und so schnell geht das Corona auch nicht mehr weg. Zumindest nicht bis zur Bundestagswahl kommendes Jahr. Aber was könnte das für die von der Alternative für Deutschland bedeuten? Ein ähnlicher Zuwachs wie damals auf knapp 44%?

Dazu schauen wir mal nach, wie die bei der Bundestagswahl im 2017 abgeschnitten haben. Nochmal Google. Was, knapp 13%, das kann doch nicht sein? Das sind doch fast fünfmal so viel wie damals 1928. Das kann ich Ihnen beim besten Willen nicht erklären. Und jetzt kommt erst die Krise, schlimmer als damals, befürchten Experten. Nicht wegen Golddevisenstandard, sondern wegen Corona. Und wem kann man jetzt in die Fresse hauen? Echtes Problem, genau wie damals.

Aber wie gesagt, machen Sie sich dazu mal keine Gedanken. Das machen schon die von der Alternative für Deutschland. Die sehe ich schon vor meinem geistigen Auge, beim Beobachten des Treibens auf der Straße. Wie ihr legendärer Chef von damals. Zwar gibt es den Rosenzweig nicht mehr. Schon lange tot. Gestorben an Lungenentzündung, damals in Ausschwitz. Seine Kinder auch. Den Schmuckladen gibt es auch nicht mehr. Dafür betreibt jetzt der junge Ahmed dort seinen Laden. Obst und Gemüse aus der Türkei.

Und alles ein wenig heruntergekommen. Zu viele Türken. Und erst die vielen Dunkelhäutigen, lungern alle faul rum. Es werden jeden Tag mehr, echtes Problem. Sie wissen schon, kriminelle Gangs, türkische Mafia. Von den Russen ganz zu schweigen. Üble Entwicklung. Man muss ehrlich zugeben, die Altparteien haben versagt. Da muss man denen von der Alternative für Deutschland einfach Recht geben. Also nicht verwunderlich, die knapp 13% bei den letzten Bundestagswahlen. Das muss man verstehen. Ich sage Ihnen, wie es ist. Dagegen waren die Rosenzweigs von damals gar nicht so schlimm. Verglichen mit den Türken, den Schwarzen und den Russen. Das gab es damals alles nicht. Zumindest nicht hier bei uns.

Und nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Bis dahin geht Corona nicht weg, die Krise auch nicht. Das wird eher schlimmer. Da stimme ich den Experten zu, es bleibt Krise. Und die Alternative für Deutschland bleibt auch. Weil die Türken auch nicht weggehen, Schwarzafrikaner sowieso nicht. Im Gegenteil, von denen kommen immer mehr.

So wie damals, die Krise ging nicht weg. Ein paar Rosenzweigs vielleicht. Die hatten Verwandtschaft in Amerika. Und was ist dann passiert? Habe ich doch gerade erwähnt. Ein Zuwachs von knapp 3% auf fast 44%. In weniger als fünf Jahren. Und die von der Alternative für Deutschland hatten schon 13% vor der Corona-Krise. Da darf man doch mal die Frage stellen, was nächstes Jahr bei der Bundestagswahl passieren könnte.

Da kann ich Sie aber beruhigen. Zwar haben die damals in kurzer Zeit auf das 15fache zugelegt. So etwas ist heute aber nicht mehr möglich. Da hat der Experte vom Radio schon Recht. Warum nicht, fragen Sie? Einfache Mathematik. Multiplizieren Sie mal die 13% der Alternative für Deutschland mit dem 15fachen wie damals. Na, was bekommen Sie raus? Richtig, 195% der Wählerstimmen, also Blödsinn. Warum das Blödsinn ist? Na, weil mehr als 100% der Wähler gar nicht geht. Das weiß doch jedes Kind.

Aber jetzt mal im Ernst. Könnte es passieren, dass die von der Alternative für Deutschland ein Ergebnis von etwa 44% schaffen, wie die damals 1933? Das kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Corona hin oder her. Also ich kann mir das nicht vorstellen, da muss ich dem Experten vom Radio schon zustimmen.

Oder vielleicht doch? Wissen Sie, dazu habe ich gestern was Interessantes gelesen. Das könnte uns bei unseren Überlegungen weiterbringen. Da ging es um den Viktor Orban. Sie wissen schon, der Ministerpräsident von Ungarn. Der regiert dort mit seiner Alternative für Ungarn, seit Jahren mit über 75%. Und das ohne Krise, aber in ständiger Bedrohung durch den George Soros. Ein gefährlicher Jude, der den Ungarn mächtig Angst macht. Deshalb wählen die fast alle den Orban. Aber darüber reden wir ein anderes Mal.

Zurück zur Alternative für Deutschland. Und zur Frage, ob die im kommenden Jahr ein Wahlergebnis schaffen können wie damals 1933. Wie gesagt, das kann man sich gar nicht vorstellen, auch wenn die sich nach Kräften mühen. Die versprechen Gaskammern, wie damals in Ausschwitz. Und finden Millionen Ermordete einen Vogelschiss. Und deren Chef, der Meuthen, der hat auch schon mal vor dem George Soros gewarnt. Obwohl der kein Deutsch spricht, noch nicht mal deutscher Jude ist. Vor dem müssen wir hier also keine Angst haben. Das hat der Meuthen dann auch schnell bemerkt und den Schwanz eingezogen. Deshalb werden die den Meuthen dort auch bald absägen. Weil, Alternative mit eingezogenem Schwanz sieht nicht so glaubwürdig aus. Da wird das nichts mit den 44%.

Und jetzt sieht es wieder nicht so gut aus für Deutschland. Wegen Corona. Wirtschaftskrise, keine Arbeit, kein Urlaub und so. Das wiederum ist super für die Alternative für Deutschland. Ein Paradoxon, sage ich Ihnen. Alles was schlecht ist für Deutschland, ist gut für die Alternative. Und umgekehrt. Alles was gut ist für Deutschland, ist schlecht für die Alternative. Das habe ich zugegeben noch nicht wirklich durchschaut. Komplizierte Sache, nicht nur in Deutschland. Überall, außer im Vatikan. Dort gibt es nämlich keine Alternative, egal ob es gut oder schlecht läuft.

Wie gesagt, Krise im Anmarsch, und wir sind vermutlich auch nicht gescheiter als die Menschen damals. Warum sollte es bei den Bundestagswahlen nächstes Jahr also anders laufen als 1933? Haben Sie darauf eine Antwort? Ich nicht. Und jetzt haben die Politiker auch noch ihr ganzes Pulver verschossen. Genau genommen nicht deren Pulver, sondern unser Pulver. Also bleibt Wirtschaftskrise, nach Meinung der Experten vielleicht sogar schlimmer als damals. Düstere Zukunft, Arbeitslosigkeit, kein Urlaub, zumindest keiner weit weg. Kein neues Auto. Nicht mal Bordellbesuch. Schon verboten. Puh, da brodelt was. Kann ich Ihnen sagen. Aber knapp 44% wie damals 1933? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber warum eigentlich nicht? Der Orban hat es doch auch geschafft, ganz ohne Wirtschaftskrise. Na gut, die armen Ungarn müssen sich mit dem George Soros und seinen geheimen Plänen herumschlagen. Der will bekanntlich Millionen von Afrikanern nach Ungarn umsiedeln.

Sogar an der Grenze zu Österreich sollen die angesiedelt werden. Das macht denen schon seit Jahren Angst, sehr sogar. Das hatten die früher schon mal. Erinnern Sie sich, damals als der Jörg Haider dort Bundeskanzler wurde. Ich kann Ihnen sagen, das war ein charismatischer Mann. Wähler begeistert, im Sturm erobert. Und erst die Wählerinnen, die waren begeistert. Fescher Typ, blitzgescheit, nicht so abgehoben wie die anderen. Einer zum Anfassen, den man persönlich treffen konnte. Toller Trachtenanzug, nicht so elitäres Zeug wie Brioni und so. Der war von einem ganz anderen Schrot. Einer von uns. Wissen Sie, ich bin Österreicher, ich weiß, wovon ich rede. Der hatte Weitblick, und wusste schon damals, was uns droht. Zu viele Ausländer. Verstehen Sie mich nicht falsch. Nicht Sie hat er gemeint. Sie steigen doch im Hotel ab, fahren Schi und Apres, großzügiges Trinkgeld inbegriffen. Deshalb gehören Sie zu den guten Ausländern. Gemeint hat er die anderen, die Geschirrspüler, die Zimmermädchen, die Toilettenfrauen und so. Alle schwarz beschäftigt. Zahlen keine Lohnsteuer, Schröpfen die Sozialkassen. Ganz üble Sache. Nehmen den Österreichern ihre Arbeitsplätze weg, und ihre Mädels. Sogar auf ihre Autos haben die es abgesehen. Vor allem die Polen. Nur solche Ausländer hat er gemeint. Nicht die Deutschen. Die Holländer auch nicht. Das haben die Österreicher schon verstanden. Feines Gespür.

So einen bräuchten die von der Alternative für Deutschland auch. Einen der uns alle anspricht. Nein, nicht alle Wähler, das kann man nicht erwarten. Das wären ja 100%. Hat noch keiner hinbekommen. Was meinen Sie, die SED? Ja stimmt. Die haben immer 100% geschafft. Genau genommen fast 100%. Da hatten die Übung drin, echte Demokraten. Deshalb klappt es dort für die Alternative für Deutschland auch besser als im Westen. Dort kommen die gut an.

Endlich, der Stau scheint sich aufzulösen. Da muss ich jetzt wohl zum Punkt kommen. Aber, was war nochmal die Frage? Ach ja, Alternative für Deutschland, könnte das wieder passieren? Tausendjähriges Reich. Ausschwitz, Gaskammern, Vogelschiss? Undenkbar, meinte gerade der Experte vom Radio. Ganz andere Zeiten heute.

Also, da bin ich nicht so optimistisch. Wie gesagt, bessere Menschen als damals sind wir vermutlich nicht. Gescheiter auch nicht. Und die Wirtschaftskrise könnte sogar noch schlimmer werden als damals. Das Einzige, das mir Hoffnung macht, noch kein wirklich charismatischer Chef bei der Alternative für Deutschland. Da sehe ich noch keinen wie den Jörg Haider oder den Viktor Orban. Nein, den sehe ich dort noch nicht. Aber verlassen sollten wir uns darauf auch nicht. Dass dort nicht früher oder später doch noch einer auftaucht. Also sollten wir wachsam sein, und das Undenkbare denken. Und unser Handeln daran orientieren. Auch wenn ich Ihnen jetzt auch nicht sagen kann, was man tun könnte. Zeichen setzen und Lichterketten werden nicht reichen. Zumindest nicht als Schutzwall gegen die alternativen Brandstifter.

Bis zum nächsten Mal.

ZURÜCK